Planeinsicht bei der MA 37: der Flaschenhals jedes Bauwerksbuchs
Ohne die Pläne und Bescheide aus dem Bauakt gibt es kein vollständiges Bauwerksbuch. Die Akteneinsicht ist in Wien aber die Stelle, an der das Tempo fast aller Büros scheitert.
Stand: Oktober 2026. Diese Seite informiert, sie ersetzt keine Rechtsberatung.
Was im Bauakt liegt
Die MA 37, die Baupolizei der Stadt Wien, verwahrt zu jedem Gebäude den Bauakt: Einreichpläne, Baubewilligungen, Benützungsbewilligungen, Umbaubescheide, Befunde. Für ein Gründerzeithaus kann das ein Konvolut aus über hundert Jahren sein. Das Bauwerksbuch muss auf diesen Unterlagen aufbauen, weil nur sie belegen, was genehmigt wurde und wie das Gebäude ursprünglich errichtet war.
Wie die Einsicht normalerweise abläuft
Wer Einsicht nehmen will, braucht eine Vollmacht des Eigentümers, einen Termin und Zeit. Termine sind je nach Auslastung erst nach Wochen oder Monaten verfügbar, pro Termin werden meist nur ein bis zwei Liegenschaften bearbeitet, und die Einsicht ist auf die Öffnungszeiten beschränkt. Vor Ort werden die Pläne gesichtet, fotografiert oder gescannt, danach müssen sie benannt, sortiert und dem Gebäude zugeordnet werden.
Für ein einzelnes Haus ist das lästig. Für ein Portfolio mit 100 Häusern ist es das eigentliche Problem: 100 Termine, jeder mit Wartezeit, jeder mit Anfahrt, jeder mit Nacharbeit. Ein Ziviltechniker verliert damit Tage, bevor er das erste Haus überhaupt begangen hat.
Warum das die Frist gefährdet
Der Zeitaufwand pro Bauwerksbuch liegt auf dem klassischen Weg bei rund 15 bis 17 Stunden. Die fachliche Arbeit, also Begehung und Beurteilung, macht davon etwa vier Stunden aus. Der Rest ist Planeinsicht, Sortieren, Benennen, Organisieren. Wenn tausende Häuser bis Ende 2027 ein Bauwerksbuch brauchen und jedes einzelne über die Terminvergabe der MA 37 läuft, reicht die Kapazität der Behörde rechnerisch nicht aus. Wer spät beauftragt, steht am Ende der Schlange.
Wie bwb24 die Planeinsicht löst
Rev2 hat einen eigenen, strukturierten Zugang zur Planeinsicht bei der MA 37 und eigenes Personal, das nichts anderes macht. Die Akten werden auf Bekanntgabe bereitgestellt, unsere Leute scannen sie laufend und spielen sie in die BWB Suite ein. Dort werden die Unterlagen automatisch nach einem einheitlichen Schema benannt, sortiert und dem Objekt zugeordnet. In der Regel liegen die Unterlagen eines Objekts rund zehn Tage nach Beauftragung vor.
Der entscheidende Punkt für Portfolios: Wir geben Objekte früh und in ganzen Listen in die Planeinsicht, bevor der ZT-Partner sie braucht. Die Planeinsicht läuft parallel zur Begehung, nicht davor. So bleibt die Kapazität bei der Behörde durchgehend genutzt und der Zeitplan hält.
Was Sie dafür brauchen
Eine Vollmacht für die Akteneinsicht, die wir Ihnen vorbereiten, und die Objektliste. Sonst nichts. Falls zu einem Haus keine oder unvollständige Pläne vorhanden sind, dokumentiert der Ziviltechniker auf Basis der Begehung und der verfügbaren Unterlagen. Das kommt bei sehr alten Häusern vor und wird vor Vertragsabschluss geklärt.
Häufige Fragen
Wie lange dauert die Planeinsicht bei der MA 37?
Mit Terminvergabe je nach Auslastung Wochen bis Monate, mit ein bis zwei Liegenschaften pro Termin. Über den Zugang von bwb24 liegen die Unterlagen eines Objekts in der Regel rund zehn Tage nach Beauftragung vor.
Brauche ich eine Vollmacht?
Ja. Für die Einsicht in den Bauakt braucht es eine Vollmacht des Eigentümers oder der Hausverwaltung. bwb24 bereitet die Vollmacht vor, Sie unterschreiben.
Was, wenn keine Pläne vorhanden sind?
Dann dokumentiert der Ziviltechniker auf Basis der Begehung und der vorhandenen Unterlagen. Wie das im Preis abgebildet wird, klären wir vor Vertragsabschluss.
Reden wir über Ihr Portfolio.
Objektliste schicken, innerhalb eines Werktags kommt eine Einschätzung mit Fixpreis für alle Häuser.